SGV Hirschberg
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Dieser Raubbau im Wald führte bald zu Holzknappheit. Forstverordnungen wurden erlassen, und die ersten Fichten als schnell nachwachsende Baumart im Sauerland gepflanzt. Ausfuhrverbote für Holzkohle wurden jedoch auf Grund der zügigen und guten Bezahlung der Siegerländer schnell vergessen. Sie führten nur zu Streit, die Siegerländer drohten im Gegenzug mit dem Ausfuhrstopp von Metallprodukten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt die Holzkohle durch die Steinkohle einen starken Konkurrenten. Innerhalb von wenigen Jahren viertelten sich die Preise und der Anteil an der Eisenproduktion fiel auf annähernd null. Mit dem Einsetzen der Eisenverhüttung im Ruhrgebiet schlossen viele der hier ansässigen Schmieden; die Köhler wurden ihrer Hauptkunden beraubt.





1880 gründete trotz dieser Schwierigkeiten Theodor Leiße ein Holzverkohlungsunter-nehmen auf Meilerbasis in Hirschberg. Hauptkunde war die Warsteiner Eisenhütte. Auf Grund einer besseren Verkehrsanbindung zog er 1882 nach Meschede und baute dort einen Fabrikationsbetrieb zur weiteren Verarbeitung von Holzkohle zu Holzgrieß, -staub und -briketts. Von den bis zu 180 beschäftigten Köhlern kamen 80 aus der Köhlerstadt Hirschberg. Die Holzverkohlung war somit eine der Haupterwerbsquellen vieler Hirschberger.

Die immer stärker werdende Konkurrenz durch die Steinkohle und die chemische Holzkohleproduktion führte um 1925 zum Ende der Waldköhlerei in Hirschberg. Der letzte gewerbsmäßige Kohlenmeiler im Sauerland wurde 1956 in Fredeburg abgebrannt.

 

 

Quellenangaben

1) Foto Hütte mit Meiler: Gasthof Wiese, Jagdhaus
2) Foto Abbau Meiler: Ewald Schlinkert, Gleidorf
3) Foto Köhlerhütte: J.Groebbel, Fredeburg
4) Foto Meileraufbau: Jürgen Killmann, Winkhausen
5) Foto Dampfender Meiler: Gasthof Wiese, Jagdhaus
6) Foto Besuch bei Köhlern: Ewald Schlinkert, Gleidorf

7) Text: Die Holzeverkohlung im Sauerland, Alex Schlinkert, Grobbel Verlag